Schon im Oktober 2010 hat Gerd Hoffmann das Wort
“alternativlos” als Unwort des Jahres vorgeschlagen.
Seine langjährige Erfahrung als Politik beobachtender und
kritisch denkender Mensch und Kabarettist hat ihn jedoch
gelehrt, dass Deutschland in der Regel mit guten
Vorschlägen nicht wirklich etwas anfangen kann.
Darum beschloss er, sein elftes Soloprogramm mit
diesem schönen Wort zu übertiteln, damit es nicht in
Vergessenheit gerät.
Und er fand bestätigt, “alternativlos” ist ein wirklich
nützliches Wort.
Denn so wie die Bundesregierung es als Ausrede für
rückwärtsgerichtete antisoziale Lobby-Politik
missbraucht, so provoziert es auf der anderen, der für einen
Politkabarettisten wertvollen Seite, Einsichten und Erkenntnisse nicht
zuletzt auch die deutsche Gemütslage im Allgemeinen betreffend.
Ob sein neues Programm bösartig ist, kann jeder selbst entscheiden, nötig ist es
allemal. Analytisch und bissig auf jeden Fall, schwarzhumorig vielleicht ein
bisschen aber immer auch liebevoll.
Denn wenn dem Berliner Kabarettisten nichts an seinem Land läge, dann
würde er sich nicht solche Mühe machen, ihm auf die Sprünge zu helfen.
Gerd Hoffmann hat viel Erfahrung und genauso viel Lust, wieder einen
Anlauf zu nehmen. Es wird ein rasanter Abend mit interessanten
Einblicken, provokanten Thesen, albernen Spielereien und fiesen
Demaskierungen – macht vielleicht ein bisschen atemlos aber Spaß!
… und weil niemand, dem etwas an seiner Glaubwürdigkeit liegt,
einen Abend lang über Alternativen philosophieren und selbst keine
parat haben kann, gibt es das elfte Hoffmann-Programm auch in
einer Version mit Klavierbegleitung.
Unterstützt durch Komponist und Pianist Martin Hunger greift Gerd
Hoffmann die musikalische Gelegenheit beim Schopf und tut, was er schon lange
mal tun wollte – er singt.
Eine echte Alternative also.
alternativlos 2012
von und mit Gerd Hoffmann
Musik: Martin Hunger
Liedtexte: Rolf Gundelach
Klaus Lettke
Udo Magister
NACH OBEN
© Kabarett Die Radieschen Berlin 1989 - 2012